
Dach streichen lassen
Ein Dach zu streichen hat mit einer Wand wenig gemeinsam
Auf einer Wand liegt ein glatter, geschützter Untergrund vor, der weder Frost noch Dauerregen noch 70 Grad Oberflächentemperatur aushalten muss. Ein Ziegel dagegen arbeitet, saugt, sandet und friert durch. Wer ihn behandelt wie eine Fassade, bekommt eine Schicht, die nach zwei Wintern in Fetzen abgeht. Deshalb geht es beim Dachanstrich nicht um Farbe, sondern um einen abgestimmten Aufbau aus Reinigung, Grundierung und zwei Deckschichten, der genau auf dieses Material eingestellt ist.
Was wir aus dem Maler- und Lackiererhandwerk mitbringen
Unser Betrieb kommt aus diesem Gewerk, und genau da liegt der Unterschied. Untergründe beurteilen, Saugverhalten einschätzen, Haftung prüfen, Systeme aufeinander abstimmen und sauber verarbeiten ist unser tägliches Geschäft, nicht eine Nebenleistung. Wir wissen, welches Bindemittel auf welchen Untergrund gehört, wann eine Grundierung zwingend ist und woran man erkennt, dass eine Fläche noch nicht überarbeitungsbereit ist. Beim Dach zahlt sich dieses Wissen unmittelbar aus, weil Fehler dort erst nach dem Winter sichtbar werden.
Warum am Dach kein Pinsel entscheidet, sondern der Systemaufbau
Der eigentliche Anstrich ist der letzte und kürzeste Teil der Arbeit. Davor liegen die Kontrolle der Deckung, der Austausch beschädigter Ziegel, die Reinigung, eine echte Trocknungsphase und die Grundierung. Erst danach kommt Farbe aufs Dach, und zwar in zwei Gängen, nicht in einem. Wer Ihnen anbietet, das Dach an einem Tag zu streichen, spart genau die Schritte, die über die Haltbarkeit entscheiden. Wir kalkulieren diese Vorarbeit als eigenständige Leistung.
Wie der Ablauf aus Ihrer Sicht aussieht
Am ersten Tag steht das Gerüst, danach folgen Sichtprüfung, Ziegeltausch und die Reinigung, für die wir je nach Größe 1 bis 2 Tage einplanen. Anschließend braucht das Dach mehrere trockene Tage, in denen bei Ihnen nicht gearbeitet wird. Dann kommen Grundierung und die beiden Beschichtungsgänge, meist an 2 aufeinanderfolgenden Tagen. Zum Schluss gehen wir die Fläche ab, arbeiten Details nach, räumen die Abdeckungen weg und lassen das Gerüst abbauen.
Woran Sie einen geeigneten Betrieb erkennen
Ein belastbares Angebot nennt das eingesetzte System mit Produktnamen, führt die Grundierung als eigene Position mit Verbrauch, benennt die Anzahl der Beschichtungsgänge und weist Gerüst und Ziegeltausch getrennt aus. Dazu gehört eine Begehung vor der Angebotserstellung und ein Terminplan mit Trocknungszeit. Fehlt das alles und steht stattdessen ein runder Pauschalpreis auf einem Blatt, sollten Sie nachfragen. Seriöse Betriebe erklären ihren Aufbau gerne, weil sie damit ihren Preis begründen.
Was Sie nach dem Anstrich tatsächlich sehen
Der wichtigste Unterschied ist die Gleichmäßigkeit. Ausgeblichene Bereiche, dunkle Laufspuren und die Farbunterschiede zwischen Süd- und Nordseite verschwinden, die Fläche wirkt wieder geschlossen und die Struktur der Deckung tritt sauber hervor. Aus der Straßenperspektive wirkt das Haus deutlich gepflegter, ohne dass an der Substanz etwas verändert wurde. Dazu kommt der technische Effekt, den man nicht sieht: Der Ziegel nimmt kein Wasser mehr auf und friert entsprechend langsamer aus.
Kontakt
Wenn Sie Ihr Dach streichen lassen möchten und wissen wollen, was bei Ihnen sinnvoll ist, kommen wir vorbei und schauen es uns an. Sie bekommen von uns eine Einschätzung zum Zustand, eine Empfehlung zum Systemaufbau und ein Angebot, in dem jeder Arbeitsschritt einzeln steht, damit Sie es fachlich vergleichen können. Die Begehung kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts. Rufen Sie an, dann stimmen wir einen Termin ab.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail: info@hbsbau.com
FAQ
Ist Dach streichen dasselbe wie eine Dachbeschichtung?
Gemeint ist meist dasselbe, nämlich das Aufbringen eines pigmentierten Systems auf die vorhandene Deckung. Der Begriff Streichen führt allerdings in die Irre, weil er nach einem einzelnen Anstrich klingt. Tatsächlich reden wir über einen mehrschichtigen Aufbau mit Reinigung, Grundierung und zwei Deckschichten. Wenn Ihnen jemand ein Angebot für einen einmaligen Farbauftrag macht, bekommen Sie nicht dasselbe, auch wenn im Angebot dieselben Worte stehen. Fragen Sie deshalb konkret nach der Anzahl der Gänge.
Braucht man dafür einen Dachdecker oder einen Maler?
Beide Gewerke berühren das Thema, und beide bringen etwas anderes mit. Der Dachdecker beurteilt die Konstruktion, die Deckung und die Dichtigkeit, der Maler die Oberflächenbehandlung, Untergründe und Beschichtungssysteme. In der Praxis brauchen Sie beides: Erst muss die Deckung technisch in Ordnung sein, danach geht es um den Beschichtungsaufbau. Wir prüfen den konstruktiven Teil mit und sagen Ihnen klar, wenn vor der Beschichtung ein Dachdecker ran sollte.
Können wir während der Arbeiten normal im Haus wohnen?
Ja, das ist der Normalfall. Sie müssen lediglich in den Reinigungs- und Spritztagen die Fenster geschlossen halten und Fahrzeuge aus dem Traufbereich stellen. Innen wird nicht gearbeitet, Strom und Wasser laufen normal weiter. Geräusche entstehen vor allem beim Gerüstauf- und -abbau sowie durch den Hochdruckreiniger. Die eingesetzten Systeme sind wasserbasiert und geruchsarm, sodass auch bei geöffneten Dachfenstern nach dem Trocknen nichts im Haus wahrnehmbar bleibt.
