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Dachversiegelung und Imprägnierung im Vergleich

Zwei Verfahren, die ständig in einen Topf geworfen werden

Imprägnierung und Beschichtung klingen ähnlich und machen etwas grundlegend Verschiedenes. Die eine zieht farblos in den Ziegel ein und macht ihn von innen heraus wasserabweisend, ohne eine Schicht zu bilden. Die andere baut eine pigmentierte Deckschicht auf der Oberfläche auf. Beide haben ihre Berechtigung, aber sie passen zu unterschiedlichen Dachzuständen. Wer das Verfahren nach dem Preis auswählt statt nach dem Ziegel, zahlt entweder zu viel oder bekommt eine Maßnahme, die nach drei Jahren wirkungslos ist.


Was eine Imprägnierung kann: Wasser abweisen, ohne die Optik zu verändern

Das Mittel dringt kapillar in den Scherben ein und lagert sich an den Porenwänden an. Wasser perlt anschließend ab, statt aufgesaugt zu werden, und Sporen finden weniger Feuchtigkeit vor. Der Ziegel bleibt dabei diffusionsoffen und behält seine Farbe, auch die gewachsene Patina. Das ist genau dann die richtige Wahl, wenn die Oberfläche noch weitgehend intakt ist und Sie am Erscheinungsbild nichts ändern wollen. Verblasste oder fleckige Flächen werden dadurch allerdings nicht wieder gleichmäßig.


Was eine Beschichtung zusätzlich leistet: Schichtdicke und neuer Farbaufbau

Hier liegt Material auf dem Ziegel, in zwei Gängen, mit Pigmenten und einem Bindemittel, das eine geschlossene Oberfläche bildet. Das deckt Ausbleichungen, Flecken und Farbunterschiede ab, schließt offene Poren mechanisch und schützt den Scherben zusätzlich vor UV-Strahlung. Diese Variante braucht mehr Vorarbeit, mehr Material und mehr Zeit, verändert dafür aber sowohl den Schutz als auch das Erscheinungsbild. Auf stark ausgewitterten Betondachsteinen ist sie praktisch die einzige sinnvolle Lösung.


Den Ausschlag gibt der Dachzustand, nicht das Budget

Unsere Faustregel am Objekt lautet: Solange der Ziegel noch weitgehend geschlossen ist und Sie nur den Bewuchs loswerden wollen, reicht Reinigung mit anschließender Imprägnierung. Sobald die Werksbeschichtung durch ist, der Stein kreidet und die Fläche fleckig aussieht, ist die Imprägnierung zu schwach, weil sie nichts aufbaut, sondern nur eindringt. Umgekehrt lohnt sich der volle Beschichtungsaufbau nicht auf einem Dach, das erst zwölf Jahre alt ist.


Standzeit und Folgekosten nüchtern gerechnet

Eine Imprägnierung ist in der Anschaffung deutlich günstiger, hält aber kürzer und muss entsprechend häufiger wiederholt werden. Über zwanzig Jahre gerechnet gleicht sich der Abstand dadurch spürbar an. Die Beschichtung kostet einmalig mehr, bringt dafür Schutz und Optik in einem Arbeitsgang und lässt sich später mit einem einzelnen Auffrischungsgang verlängern, weil der Untergrund dann bereits aufgebaut ist. Wir stellen Ihnen beide Wege mit ihren Intervallen nebeneinander, damit die Entscheidung auf Zahlen beruht.


Wie wir am Objekt entscheiden, welches Verfahren passt

Nach der Reinigung prüfen wir an mehreren Stellen jeder Dachseite, wie die Oberfläche auf Wasser reagiert und wie fest der Scherben noch ist. Perlt Wasser ab und lässt sich kein Material abreiben, empfehlen wir die Imprägnierung. Zieht Wasser sofort ein und bleibt Staub an der Hand, sprechen wir über den vollen Aufbau. Bei Mischbildern, die häufiger vorkommen, als man denkt, behandeln wir Dachseiten unterschiedlich, statt eine Lösung über alles zu legen.


Kontakt

Sie haben Angebote für beide Verfahren vorliegen und wissen nicht, welches zu Ihrem Dach passt? Dann lassen Sie uns nachsehen. Wir prüfen den Zustand jeder Dachseite einzeln, ordnen die Angebote fachlich ein und sagen Ihnen, welche Maßnahme sich bei Ihrem Ziegel tatsächlich rechnet, inklusive der Intervalle, mit denen Sie danach kalkulieren müssen. Die Begehung kostet nichts und bindet Sie an nichts. Rufen Sie an, wir stimmen einen Termin ab.


Telefon: 0911 / 54 02 60 77

E-Mail: info@hbsbau.com


FAQ


Kann ich später von einer Imprägnierung auf eine Beschichtung wechseln?

Grundsätzlich ja, aber nicht ohne Zwischenschritt. Eine wirksame Imprägnierung macht die Oberfläche wasserabweisend, und genau das erschwert später das Eindringen einer wasserbasierten Grundierung. Je nach Alter und Wirkstoff ist der Effekt nach einigen Jahren so weit abgebaut, dass der Ziegel wieder saugt. Dann funktioniert der Aufbau normal. Wir prüfen das vorab mit dem Wassertest an mehreren Stellen und sagen Ihnen, ob der Untergrund schon wieder aufnahmefähig ist oder ob Sie noch warten sollten.


Wird das Dach durch eine Imprägnierung dunkler?

In der Regel nicht dauerhaft. Direkt nach dem Auftrag wirkt die Fläche feucht und damit satter im Ton, dieser Eindruck verschwindet mit der Durchtrocknung weitgehend. Bei sehr saugenden, ausgeblichenen Ziegeln kann ein leicht angefeuchteter Farbeindruck bleiben, was von vielen Eigentümern sogar begrüßt wird. Eine echte Farbveränderung, wie Sie sie von einer pigmentierten Beschichtung bekommen, entsteht dabei nicht. Wer eine deutliche optische Auffrischung möchte, kommt an der Beschichtung nicht vorbei.


Was ist von Werbeversprechen mit Lotuseffekt und Selbstreinigung zu halten?

Zurückhaltend betrachtet. Hydrophobe Wirkstoffe sorgen tatsächlich dafür, dass Wasser abperlt und Schmutz weniger anhaftet, das ist Physik und funktioniert. Was daraus in der Werbung wird, nämlich ein Dach, das sich jahrzehntelang selbst sauber hält, deckt sich nicht mit dem, was wir an realen Objekten sehen. Wetterseite, Schatten und Baumbestand setzen sich am Ende durch. Wir nennen Ihnen deshalb Intervalle, die wir aus der Praxis kennen, und keine Zahlen aus einem Prospekt.

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