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Haltbarkeit von Dachbeschichtungen

Womit Sie bei der Haltbarkeit realistisch rechnen können

Bei einem sauber aufgebauten System auf tragfähigem Untergrund reden wir über 15 bis 20 Jahre, bevor eine Auffrischung sinnvoll wird. Einfachere Acrylatsysteme liegen eher bei 8 bis 12 Jahren. Diese Spanne ist keine Vorsichtsformulierung, sondern spiegelt genau die Faktoren wider, die wir im Folgenden aufschlüsseln. Wer Ihnen ohne Blick auf das Objekt 25 Jahre zusagt, kennt weder Ihren Ziegel noch Ihre Wetterseite.


Die Materialklasse macht den größten Unterschied im Preis pro Jahr

Zwischen einem einfachen Dispersionsprodukt und einem hochpigmentierten Reinacrylatsystem liegen etwa 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter. Auf die Standzeit gerechnet dreht sich dieses Verhältnis um: Das teurere Material kostet pro Jahr Nutzungsdauer weniger, weil es UV-Strahlung länger standhält, nicht auskreidet und elastisch genug bleibt, um die Temperaturbewegungen des Ziegels mitzumachen. Wir kalkulieren deshalb nicht den niedrigsten Angebotspreis, sondern die günstigste Rechnung über 20 Jahre.


Der Untergrund bestimmt am Ende mehr als das Produkt

Das beste System hält nicht länger als die Schicht, auf der es sitzt. Wurde vorher schlecht gereinigt, bleibt ein Film aus Algenresten und Feinstaub zurück, an dem die Beschichtung später gemeinsam mit dem Schmutz abgeht. Wurde die Grundierung gespart, magert die Deckschicht aus und kreidet vorzeitig. Wurde auf feuchten Ziegel gearbeitet, bilden sich Blasen. Diese drei Fehler kosten mehr Standzeit als jede Materialentscheidung, und man sieht sie erst nach dem zweiten Winter.


Ausrichtung, Neigung und Umgebung verschieben die Spanne deutlich

Eine besonnte Südfläche mit 40 Grad Neigung trocknet nach jedem Regen schnell ab und bleibt entsprechend lange sauber. Eine flach geneigte Nordfläche unter Bäumen liegt am anderen Ende der Skala, weil Wasser länger steht, Laub liegen bleibt und Sporen ideale Bedingungen finden. Auch Lagen in Talnähe mit häufigem Morgennebel wirken sich aus. Wir beurteilen jede Dachseite einzeln und nennen Ihnen im Angebot, wo wir mit welcher Standzeit rechnen.


Woran Sie erkennen, dass eine Auffrischung ansteht

Das erste Zeichen ist ein Nachlassen der Farbtiefe, besonders auffällig im Vergleich zwischen Süd- und Nordseite. Danach folgen einzelne matte Bereiche, an denen sich mit dem Finger leichter Pigmentabrieb zeigt, und erste grünliche Schleier in den Fugen. Solange die Schicht noch fest haftet, ist das kein Grund zur Eile, aber der richtige Moment zum Handeln. Wer bis zu ersten Abplatzungen wartet, verliert den entscheidenden Vorteil der Auffrischung.


Warum die zweite Runde deutlich günstiger ausfällt

Bei der Auffrischung entfällt der aufwendigste Teil. Der Untergrund ist bereits verfestigt und gleichmäßig saugend, eine Grundierung braucht es in aller Regel nicht mehr, und der Bewuchs ist nach einer geschlossenen Beschichtung wesentlich leichter zu entfernen. Übrig bleiben Reinigung, Gerüst und ein einzelner Beschichtungsgang. Damit liegt die Auffrischung meist deutlich unter der Hälfte der Erstmaßnahme und verlängert die Nutzung noch einmal um viele Jahre.


Kontakt

Sie haben Ihr Dach vor einigen Jahren beschichten lassen und wollen wissen, wie es um die Schicht steht? Wir prüfen Haftung mit einem Gitterschnitt, beurteilen Farbabrieb und Bewuchs und sagen Ihnen, ob eine Auffrischung ansteht oder ob Sie ruhig noch ein paar Jahre warten können. Genauso beraten wir vor einer Erstbeschichtung zur passenden Systemklasse für Ihre Lage. Rufen Sie an, dann sehen wir uns Ihr Dach an.


Telefon: 0911 / 54 02 60 77

E-Mail: info@hbsbau.com


FAQ


Gibt es eine Garantie auf die Beschichtung?

Für Arbeiten an einem Bauwerk gilt die gesetzliche Gewährleistung von 5 Jahren nach Paragraf 634a des Bürgerlichen Gesetzbuchs, und die gilt selbstverständlich auch bei uns. Davon zu unterscheiden ist eine Haltbarkeitsgarantie über 15 oder 20 Jahre, wie sie gelegentlich beworben wird. Solche Zusagen sind nur so viel wert wie der Betrieb, der sie gibt, und im Kleingedruckten meist an regelmäßige kostenpflichtige Wartungen gebunden. Wir bleiben bei dem, wofür wir tatsächlich geradestehen.


Muss das Dach zwischendurch gewartet werden?

Eine Wartung im technischen Sinn braucht die Beschichtung nicht. Sinnvoll ist ein Blick alle 3 bis 4 Jahre, ob die Rinnen frei sind, ob sich in verschatteten Bereichen wieder Bewuchs bildet und ob überhängende Äste zurückgeschnitten gehören. Das kostet nichts und lässt sich vom Garten aus mit dem Fernglas erledigen. Fällt dabei etwas auf, reicht meist eine leichte Nachbehandlung. Wer will, kann uns dafür ansprechen, verpflichtet ist niemand dazu.


Hält die Beschichtung, wenn später eine Photovoltaikanlage montiert wird?

Die Fläche ja, die Montagepunkte brauchen Aufmerksamkeit. Dachhaken werden unter den Ziegeln an der Lattung befestigt, dabei wird die betroffene Ziegelreihe angehoben und teilweise ausgeklinkt. An diesen Schnittkanten liegt der Scherben wieder offen. Wir arbeiten solche Stellen bei Bedarf im Anschluss von Hand nach, wenn Sie uns nach der Montage kurz Bescheid geben. Deshalb empfehlen wir, die Beschichtung vor der Anlage einzuplanen und die Nacharbeit danach mit einzukalkulieren.

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