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Moos und Algenflechten entfernen

Warum der Bewuchs zurückkommt, wenn nur die Oberfläche gesäubert wird

Moos wächst nicht zufällig auf einem Dach, sondern dort, wo es dauerhaft Feuchtigkeit findet. Ein ausgewitterter Ziegel speichert Regen in seinen offenen Poren und gibt ihn nur langsam wieder ab. Nimmt man den Bewuchs herunter, ohne diese Poren zu schließen, ist die Fläche für ein paar Monate sauber und danach wieder besiedelt, meist schneller als vorher, weil die Oberfläche jetzt vollständig offen liegt. Reinigung allein bekämpft das Symptom.


Was Moos auf dem Dach tatsächlich anrichtet

Ein durchnässtes Moospolster wiegt ein Vielfaches seines Trockengewichts und hält das Wasser genau dort, wo es nicht hingehört. Im Winter friert diese Feuchtigkeit im Ziegel und sprengt Kanten und Sichtflächen ab. Gleichzeitig wandern abgelöste Polster in Rinnen und Fallrohre, das Wasser läuft über, und die Traufe sowie der Fassadensockel bleiben dauerhaft nass. Was als optisches Ärgernis beginnt, ist nach einigen Jahren ein Substanzproblem an Deckung und Entwässerung.


Nordseite, Bäume und Talrandlage: der Standort bestimmt das Tempo

Am stärksten trifft es Dachflächen, die vormittags im Schatten liegen und über den Tag nicht richtig abtrocknen. Überhängende Bäume verstärken das doppelt, durch Schatten und durch Laub, das in den Fugen liegen bleibt. In Franken sehen wir das ausgeprägt an bewaldeten Ortsrändern, in den Tälern von Pegnitz und Rednitz und in Hanglagen, in denen sich morgens Nebel hält. Diese Objekte kalkulieren wir anders und planen von Anfang an eine Kontrolle in festen Abständen ein.


Flechten töten wir ab, statt sie herunterzureißen

Flechten sitzen nicht auf dem Ziegel, sie verankern sich mit feinen Haftorganen im Scherben. Wer sie mechanisch abzieht oder wegstrahlt, holt Material aus der Oberfläche mit heraus und hinterlässt Krater, in denen sich Wasser sammelt. Wir behandeln sie deshalb mit einem geeigneten Mittel vor, geben ihnen Zeit abzusterben und nehmen die Reste anschließend mit reduziertem Druck ab. Bei starkem Befall behandeln wir lieber ein zweites Mal, statt den Druck zu erhöhen.


Rinnen, Fallrohre und Kehlen gehören zum selben Arbeitsgang

Der abgelöste Bewuchs muss irgendwo hin, und ohne Kontrolle landet er in der Entwässerung. Wir spülen deshalb Rinnen und Fallrohre nach der Behandlung durch, räumen Kehlen und Anschlüsse frei und prüfen, ob das Wasser überall sauber abläuft. Verstopfte Fallrohre sind einer der häufigsten Auslöser für durchfeuchtete Traufbereiche und Algen an der Fassade darunter. Wer das Dach reinigen lässt und die Entwässerung auslässt, hat die halbe Arbeit gemacht.


Dauerhaft wird es erst mit geschlossener Oberfläche und regelmäßigem Blick

Die ehrliche Aussage lautet: Kein Verfahren hält ein Dach für immer bewuchsfrei. Was sich erreichen lässt, ist ein deutlich längeres Intervall. Eine geschlossene, wasserabweisende Beschichtung nimmt Sporen die Feuchtigkeit, an der sie sich festsetzen. Dazu kommen freie Rinnen, zurückgeschnittene Äste und ein Blick alle paar Jahre. In dieser Kombination reden wir über viele Jahre Ruhe statt über zwei bis drei Jahre wie nach einer reinen Reinigung.


Kontakt

Wenn Ihr Dach grün wird, die Rinne im Herbst regelmäßig verstopft oder dunkle Laufspuren an der Fassade auftauchen, sehen wir uns die Ursache an und nicht nur die Fläche. Wir bestimmen die Bewuchsart, beurteilen den Zustand der Ziegeloberfläche und sagen Ihnen, ob eine Behandlung reicht oder ob die Poren geschlossen gehören. Sie bekommen ein Angebot mit getrennten Positionen und einer klaren Aussage zur zu erwartenden Standzeit. Rufen Sie an.


Telefon: 0911 / 54 02 60 77

E-Mail: info@hbsbau.com


FAQ


Bringen Kupfer- oder Zinkbänder am First etwas gegen Moos?

Sie wirken, aber begrenzt. Regenwasser löst geringe Mengen Metallionen und führt sie über die Fläche, was Algen und Moos hemmt. Der Effekt lässt allerdings mit der Entfernung vom Band deutlich nach, sodass die oberen Ziegelreihen sauberer bleiben als die unteren. Auf breiten Dächern und bei starkem Befall reicht das nicht. Als Ergänzung nach einer Reinigung ist es sinnvoll, als alleinige Maßnahme auf einem bereits stark bewachsenen Dach nicht.


In welchen Abständen muss nachbehandelt werden?

Das hängt fast vollständig vom Standort ab. Eine freistehende, besonnte Südfläche mit geschlossener Beschichtung bleibt sehr lange unauffällig. Eine verschattete Nordfläche unter Bäumen braucht früher wieder Aufmerksamkeit. Wir empfehlen, das Dach alle drei bis vier Jahre anzuschauen, sei es durch uns oder mit dem Fernglas vom Garten aus. Wer früh reagiert, kommt mit einer leichten Nachbehandlung aus. Wer wartet, bis wieder Polster stehen, zahlt den vollen Reinigungsaufwand.


Kann ich Moosentferner aus dem Baumarkt selbst auftragen?

Rein rechtlich hindert Sie niemand daran, praktisch sprechen mehrere Punkte dagegen. Das Betreten eines geneigten Daches ohne Sicherung ist der häufigste Unfallhergang am eigenen Haus. Dazu kommt die Frage, wohin das behandelte Wasser abläuft, weil viele Mittel nicht ins Grundwasser oder in den Gartenteich gehören. Und ohne Gerüst erreichen Sie die kritischen Bereiche an Kehlen und Traufe ohnehin nicht. Für einen Balkonvorbau mag das gehen, für ein Hausdach nicht.

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