Welche Fassadenfarbe in Bamberg zu Ihrer Wand passt
Die Wahl des Bindemittels entscheidet mehr über die Haltbarkeit als der Preis je Eimer. Dispersion, Silikonharz und Silikat verhalten sich grundlegend anders, in der Wasseraufnahme, in der Diffusionsfähigkeit und darin, wie sie auf dem Untergrund haften. Wir wählen nach der Wand aus, die vor uns steht, und begründen die Entscheidung, statt ein Produkt zu setzen.
Dispersion, günstig und mit Grenzen
Reine Dispersionsfarben decken gut, sind leicht zu verarbeiten und in fast jedem Farbton erhältlich. Sie bilden allerdings einen Film auf der Oberfläche, der Wasserdampf nur begrenzt durchlässt. Auf einem dichten, modernen Untergrund ist das unkritisch, auf einer alten Kalkputzwand nicht. Dort staut sich Feuchte hinter dem Film und die Farbe blättert später in Schollen ab.
Silikonharz als Allrounder
Silikonharzfarben sind stark wasserabweisend und trotzdem gut diffusionsoffen. Sie perlen Regen ab, lassen die Wand aber atmen, und sie verschmutzen weniger als klassische Dispersionen. Für den überwiegenden Teil der Fassaden im Bestand sind sie die praktikabelste Wahl. Der Preis liegt über einer einfachen Dispersion, die Standzeit deutlich darüber.
Silikat, wo der Untergrund es verlangt
Silikatfarben verkieseln mit dem mineralischen Untergrund, gehen also eine feste Verbindung mit ihm ein, statt nur aufzuliegen. Sie sind sehr diffusionsoffen und ausgesprochen haltbar, verlangen aber einen mineralischen, saugenden Untergrund und lassen sich nicht auf jeder Altbeschichtung anwenden. In der Bamberger Altstadt mit ihren Kalkputzen ist das häufig die richtige Antwort.
Was den Ausschlag gibt
Wir prüfen den vorhandenen Untergrund, das Saugverhalten, die Altbeschichtung und die Belastung der jeweiligen Wandseite. Eine verschattete Nordwand mit Bewuchs braucht etwas anderes als eine besonnte Südwand. Häufig kommt auf einem Gebäude mehr als ein System zum Einsatz. Wir schreiben ins Angebot, welches wo verwendet wird und warum.
Wo der Preisunterschied wirklich liegt
Zwischen einer einfachen Dispersion und einem hochwertigen Silikonharzsystem liegen beim Material einige Euro je Quadratmeter. Gemessen an Gerüst, Vorbereitung und Arbeitszeit ist das ein kleiner Anteil der Gesamtsumme. Wer hier spart, spart am falschen Posten, weil sich die Differenz beim nächsten Anstrichzyklus mehrfach zurückholt. Wir weisen den Materialanteil deshalb getrennt aus.
Kontakt
Wenn Sie in Bamberg eine Fassade streichen lassen und wissen wollen, welches System zu Ihrer Wand passt, prüfen wir den Untergrund und legen Ihnen die Varianten mit Standzeit und Kosten nebeneinander. Melden Sie sich für einen Termin.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail: info@hbsbau.com
FAQ
Kann ich Silikat auf eine alte Dispersion streichen?
In der Regel nicht direkt, weil Silikat einen mineralischen Untergrund zum Verkieseln braucht und auf einem Kunststofffilm keine Verbindung eingeht. Es gibt Dispersionssilikatfarben, die eine gewisse Toleranz mitbringen, und Haftbrücken für Sonderfälle. Wir prüfen die vorhandene Beschichtung, bevor wir ein System vorschlagen, weil davon fast alles abhängt.
Woran erkenne ich, was auf meiner Wand liegt?
An ein paar einfachen Proben. Wasser, das auf der Fläche perlt, deutet auf ein wasserabweisendes System. Farbe, die beim Wischen abfärbt, ist meist kreidende Dispersion oder alte Leimfarbe. Klebeband, das beim Abziehen Schichten mitnimmt, zeigt fehlende Haftung. Wir machen diese Prüfungen bei der Aufnahme und sagen Ihnen das Ergebnis.
Gibt es Farben, die gar nicht verschmutzen?
Nein, aber deutliche Unterschiede. Systeme, die schnell abtrocknen und wenig Wasser aufnehmen, bleiben spürbar länger sauber, weil Schmutz und Bewuchs Feuchte brauchen. Versprechen von selbstreinigenden Fassaden sollten Sie mit Vorsicht lesen. Was wirklich hilft, sind Materialwahl, Dachüberstand und eine ordentliche Wasserführung.

