Wie Flachdächer früher saniert wurden und woran das krankte
Jahrzehntelang hieß Flachdachsanierung: Bahnen abtragen oder überschweißen, mit Brenner arbeiten, Nähte überlappen, Ränder klemmen. Das funktioniert, hat aber drei bekannte Schwachstellen. Jede Naht ist eine potenzielle Eintrittsstelle, jede mechanische Befestigung ein Angriffspunkt für Windsog, und jede offene Arbeitsphase ein Risiko, wenn das Wetter umschlägt. Dazu kommt der Aufwand für Abtrag, Container und Entsorgung, der die Kosten bestimmt.
Was sich mit kalt verarbeiteten, nahtlosen Systemen geändert hat
Faserarmierter Flüssigkunststoff wird nicht verlegt, sondern flüssig aufgetragen und härtet zu einer zusammenhängenden Schicht aus. Es gibt keine Naht, keine Überlappung und keine Klemmschiene, die dicht halten müsste. Weil das Material vollflächig haftet, findet Windsog an Rändern und Ecken keine Kante zum Unterwandern. Und weil der tragfähige Bestand als Untergrund erhalten bleibt, entfallen Abtrag und Entsorgung mitsamt der Bauzeit, die daran hängt.
Was das auf der Baustelle praktisch bedeutet
Ohne Brenner entfallen Funkenflug, Erlaubnisscheine für Heißarbeiten und Brandwache, was bei Hallen mit Lagergut und bei Holzkonstruktionen erheblich ins Gewicht fällt. Ohne Abbruch gibt es keinen Container im Hof, keine Schuttrutsche und keine offene Fläche über genutzten Räumen. Gearbeitet wird in Feldern, die am selben Tag regensicher geschlossen sind. Für Bewohner und Betriebe bedeutet das eine Baustelle, von der im Alltag kaum etwas ankommt.
Was sich ausdrücklich nicht geändert hat
Die Technik nimmt niemandem die Handarbeit ab. Untergrundvorbereitung mit Reinigung, Entfettung, Trocknung und passender Grundierung bleibt der wichtigste Arbeitsschritt, und die Detailausbildung an Attika, Kehlen, Einläufen und Durchdringungen entscheidet weiterhin über die Haltbarkeit stärker als die freie Fläche. Auch die Schichtstärke lässt sich nicht durch ein besseres Produkt ersetzen. Wer an diesen Punkten spart, bekommt unabhängig vom System dieselben Probleme zurück.
Wo wir das in Nürnberg und Umgebung einsetzen
Die Bandbreite reicht von kleinen Anbaudächern in der Südstadt über Wohnzeilen in Langwasser und Schulgebäude bis zu Hallenflächen im Hafengebiet und in den Gewerbegebieten der Umlandgemeinden. In Fürth, Erlangen, Schwabach, Zirndorf, Feucht, Altdorf, Lauf an der Pegnitz und Roth sind wir regelmäßig auf denselben Aufgaben unterwegs. Weil unser Betrieb hier sitzt, sind Ortstermine kurzfristig möglich und die Anfahrt fällt im Preis kaum ins Gewicht.
Ablauf und was Sie davon haben
Wir nehmen die Fläche auf, öffnen Prüffelder, messen die Feuchte und prüfen die Haftung, bevor kalkuliert wird. Das Angebot gliedert sich nach Vorarbeiten, Fläche und Detailmetern. Am Ende steht eine geschlossene, elastische Ebene ohne Naht, die begehbar ist, keine Kiesauflast braucht und sich später punktuell nachbeschichten lässt. Spätere Durchdringungen binden wir an, ohne dass die Fläche geöffnet werden muss.
Kontakt
Wenn Sie wissen möchten, ob dieses Verfahren für Ihr Dach infrage kommt, sehen wir uns die Fläche an und prüfen den Untergrund. Nennen Sie uns Objektart, ungefähre Dachgröße und das vorhandene Altmaterial, soweit bekannt. Wir stimmen einen Ortstermin in Nürnberg oder im Umland ab, sondieren vor Ort und legen Ihnen ein Angebot mit nachvollziehbaren Positionen und realistischem Zeitrahmen vor.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail: info@hbsbau.com
FAQ
Ist dieses Verfahren erprobt oder handelt es sich um eine neue Entwicklung?
Flüssig aufgebrachte Abdichtungssysteme sind seit Jahrzehnten im Einsatz, zuerst vor allem im Detailbereich, wo Bahnen an ihre Grenzen stoßen, etwa an komplizierten Durchdringungen und Anschlüssen. Neu ist nicht das Prinzip, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der heute ganze Flächen so ausgeführt werden. Wer Zweifel hat, sollte nach ausgeführten Objekten mit vergleichbarer Aufgabenstellung fragen, denn daran lässt sich mehr ablesen als an jeder Produktbeschreibung.
Warum arbeiten dann viele Betriebe weiterhin mit Bahnen?
Weil Ausrüstung, Einkauf und Abläufe darauf ausgerichtet sind und weil Bahnen bei Neubauten mit klar geplanten Details ihre Berechtigung haben. Im Bestand, mit gewachsenen Aufbauten, vielen Durchdringungen und ungünstigen Anschlusshöhen, spielen nahtlose Systeme ihre Stärken dagegen deutlich aus. Es ist weniger eine Frage von richtig und falsch als eine Frage der Aufgabenstellung. Wir entscheiden das nach dem Befund und nicht nach der Gewohnheit.
Gibt es Fälle, in denen ein Bahnenaufbau die bessere Wahl ist?
Ja. Bei einem vollständigen Neuaufbau, etwa nach Rückbau durchfeuchteter Dämmung oder im Neubau, ist ein klassischer Aufbau mit Dampfsperre, Dämmung und Bahnenlage ein bewährter und wirtschaftlicher Weg. Auch dort, wo ein Untergrund die Haftung nicht hergibt, kommt eine Beschichtung nicht infrage. Genau deshalb prüfen wir vorher und sagen es Ihnen offen, wenn Ihr Dach in diese Kategorie fällt.








