
Horizontalsperre Dinkelsbühl
Wann eine Horizontalsperre in Dinkelsbühl nicht die richtige Maßnahme ist
Nicht jede feuchte Wand hat ein Problem mit aufsteigender Feuchte. Kondensat, seitlich eindringendes Wasser, ein undichtes Rohr oder eine falsch ausgeführte Innendämmung erzeugen ähnliche Bilder und verlangen völlig andere Maßnahmen. Wir sagen es offen, wenn eine Sperre bei Ihnen nichts bringt, auch wenn wir uns damit einen Auftrag ausreden.
Kondensat sieht aus wie aufsteigende Feuchte
Beides zeigt sich in Bodennähe und an kalten Außenwänden. Der Unterschied liegt im Verlauf über das Jahr und über die Höhe. Kondensat tritt im Sommer auf, verteilt sich flächig und sitzt an der Oberfläche. Aufsteigende Feuchte bildet einen waagerechten Rand mit Ausblühungen und ist tief im Querschnitt messbar. Wir unterscheiden das über Proben und nicht über den Augenschein.
Wasser von der Seite
Liegt der Keller im Hang oder steht das Gelände höher als der Innenboden, kommt Wasser durch die Wandfläche und nicht über das Fundament. Eine Sperre in Bodennähe stoppt in diesem Fall nichts. Erkennbar ist es an einzelnen nassen Stellen in Wandmitte und an Feuchte oberhalb der Geländeoberkante. Hier ist eine seitliche Abdichtung die Maßnahme, innen oder außen.
Leitungsschäden und punktuelle Quellen
Ein undichtes Abwasserrohr unter dem Kellerboden, ein defekter Hausanschluss oder eine tropfende Leitung in der Wand erzeugen einen scharf begrenzten Feuchtebereich. Wir achten auf diese Verteilung, weil sie sich deutlich von einem gleichmäßigen Sockelrand unterscheidet. Bei Verdacht gehört eine Dichtheitsprüfung der Leitungen vor jede Abdichtungsmaßnahme.
Wenn schon eine Sperre vorhanden ist
In Häusern ab etwa den fünfziger Jahren liegt häufig eine Bitumenpappe in der ersten Lagerfuge. Ist sie intakt, ist eine zweite Sperre überflüssig. Wir öffnen die Wand an einer Stelle und sehen nach, bevor wir ein Bohrbild planen. Diese eine Öffnung kostet eine Stunde und entscheidet darüber, ob die ganze Maßnahme überhaupt sinnvoll ist.
Was wir stattdessen vorschlagen
Je nach Befund ist das eine Lüftungslösung, eine seitliche Abdichtung, eine Leitungssanierung oder eine Kombination. Wir nennen die Maßnahme, die zur gemessenen Ursache passt, und begründen sie mit den Werten. Wenn mehrere Ursachen zusammenkommen, sagen wir, welche den größten Anteil hat und womit man sinnvollerweise anfängt.
Kontakt
Wenn Ihre Wände in Dinkelsbühl feucht sind und Sie nicht sicher sind, woher das Wasser kommt, messen wir nach und sagen Ihnen, welche Maßnahme tatsächlich passt. Wenn es keine Horizontalsperre ist, hören Sie das von uns genauso deutlich. Rufen Sie uns an.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail: info@hbsbau.com
FAQ
Kann eine Sperre schaden, wenn sie überflüssig ist?
Schaden im engeren Sinn nicht, das Mittel bleibt reaktionslos im Mauerwerk. Was Sie verlieren, sind Geld und Zeit, und im schlechtesten Fall bleibt die eigentliche Ursache noch länger unbehandelt, weil man die Maßnahme für erledigt hält. Genau deshalb geht die Untersuchung immer voran, auch wenn das Ergebnis gegen einen Auftrag spricht.
Wie erkenne ich, ob schon eine Sperre eingebaut ist?
Von außen gar nicht. In den Bauunterlagen findet sich manchmal ein Hinweis, sicher ist nur eine Öffnung der Wand in Fundamenthöhe. Wir machen das mit einer kleinen Sondierung, die sich anschließend sauber schließen lässt. Bei Häusern ab den fünfziger Jahren lohnt sich dieser Blick fast immer.
Was, wenn mehrere Ursachen zusammenkommen?
Das ist der Normalfall im Altbau. Dann ordnen wir die Ursachen nach ihrem Anteil und schlagen eine Reihenfolge vor, die mit der wirksamsten Maßnahme beginnt. Alles auf einmal ist selten nötig und selten bezahlbar. Wichtig ist, dass die Reihenfolge stimmt, damit spätere Schritte nicht in bereits fertige Flächen eingreifen.
