Maler beauftragen oder selber streichen?
- 29. Nov. 2022
- 4 Min. Lesezeit
Wann sich Eigenleistung beim Streichen wirklich lohnt
Selber streichen kann sich rechnen, wenn Zeit, Geschick und die richtigen Räume zusammenkommen. Eine kleine Wohnung mit glatten Wänden, frischen Tapeten und ohne große Reparaturarbeiten lässt sich an einem verlängerten Wochenende sauber erledigen. Wer ein gutes Auge hat, ordentlich abklebt und nicht zum ersten Mal einen Pinsel hält, bekommt ein Ergebnis, mit dem man leben kann. Die Materialkosten sind überschaubar, der Lerneffekt bleibt. In dieser Konstellation ist Eigenleistung ehrlich gerechnet eine vernünftige Wahl, vorausgesetzt der Bauablauf hat keine versteckten Schwierigkeiten.

Wann der Maler die wirtschaftlich bessere Entscheidung ist
Sobald Risse, alte Tapetenreste, kreidende Anstriche, Wasserränder, Schimmelflecken oder Stuckdetails ins Spiel kommen, kippt die Rechnung. Untergrundvorbereitung kostet Stunden, oft mehr als das Streichen selbst, und ohne Routine entstehen Fehler, die später teurer korrigiert werden müssen. Auch hohe Treppenhäuser, Decken mit Lichteinfall und Fassadenanstriche gehören in geübte Hände. Wir kommen mit Erfahrung, Werkzeug und passendem Materialwissen. Die Stunden, die ein Laie in Vorarbeit, Korrektur und Nachbesserung steckt, fließen bei uns direkt in das eigentliche Ergebnis.
Was viele bei der Eigenleistung übersehen
Streichen wirkt einfach, ist aber zu großen Teilen Vorbereitung. Abdeckung, Spachteln, Abschleifen, Grundierung, Trocknungszeiten, Nachbesserungen: das alles passiert vor dem ersten Roller. Hinzu kommen die Materialwahl, die Frage nach passender Schichtdicke und der Umgang mit unterschiedlichen Untergründen in ein und demselben Raum. Wer das unterschätzt, plant einen Nachmittag und arbeitet drei Wochenenden. Das eigentliche Problem ist nicht die verlorene Zeit, sondern das Ergebnis, das danach bei seitlichem Lichteinfall jeden Fehler zeigt. Eine ehrliche Einschätzung im Vorfeld erspart genau diese Erfahrung.
Was Sie bekommen, wenn wir die Arbeit übernehmen
Wir kommen vorbereitet, schützen Böden und Möbel und arbeiten so, dass Ihr Alltag möglichst wenig gestört wird. Untergrundvorbereitung, Spachtelarbeiten, Risssanierung, Grundierung und Anstrich sind eingerechnet, nicht aufpreispflichtig. Wir wählen die Farbe nach Untergrund und Nutzung aus, kalkulieren die richtige Menge und garantieren ein gleichmäßiges Bild ohne Rollnasen, Streifen und Ansatzkanten. Bei größeren Wohnungen, Mietobjekten oder Geschäftsräumen takten wir die Arbeit so, dass der Ablauf zügig durchläuft. Diese Verlässlichkeit ist der eigentliche Wert einer professionellen Vergabe.
Welche Räume sich für Eigenleistung anbieten und welche nicht
Schlafzimmer, Wohnzimmer und Flure mit normalem Wandaufbau sind klassische Räume für Eigenleistung, sofern keine Reparaturen anstehen. Küchen, Bäder und Feuchträume sind grenzwertig, weil hier die Materialwahl strenger ist und Detailpunkte um Spritzwasser, Fugen und Anschlüsse fachlich anspruchsvoll werden. Treppenhäuser, hohe Decken und Außenfassaden gehören in unsere Hände, weil Gerüst, Standsicherheit und Witterungsfenster eine Rolle spielen. Auch ältere Wohnungen mit Stuck, Holzvertäfelung oder historischen Putzen sind kein Anfängerterrain. Diese Einschätzung treffen wir gerne vor Ort gemeinsam mit Ihnen.
Wie wir Mischformen sinnvoll umsetzen können
Manchmal ist eine geteilte Lösung die wirtschaftlich klügste. Wir übernehmen die anspruchsvollen Vorarbeiten wie Risssanierung, Flächenspachtelung, Grundierung und schwierige Stellen, der Eigentümer streicht die fertig vorbereiteten Wände selbst. So bekommen Sie das hochwertige Ergebnis ohne den vollen Aufwand und sparen den Teil ein, der reine Routine ist. Diese Variante besprechen wir transparent vor Auftragsbeginn und schreiben sie verbindlich ins Angebot. Sie funktioniert nur, wenn die Schnittstellen sauber abgegrenzt sind und die spätere Eigenleistung das vorbereitete Ergebnis nicht zerstört.
Was die ehrliche Kostenrechnung in der Praxis zeigt
Eine Eigenleistung sieht oft günstiger aus als sie ist. Werkzeug, Abdeckmaterial, Spachtelmasse, Grundierung und Farbe summieren sich, und teure Reklamationen am Endergebnis schlagen erst bei genauer Betrachtung auf. Eine professionelle Wandfläche kostet je nach Aufbau zwischen circa 8 und 18 Euro pro Quadratmeter, inklusive Material und Arbeit. Bei aufwendiger Vorarbeit liegt der Preis höher, bei reinen Renovierungsanstrichen niedriger. Im Vergleich zur eingesetzten Zeit, zu Fehlkäufen und zur Nachbesserung ist das oft die rationalere Entscheidung, gerade wenn das Ergebnis Jahre sichtbar bleibt.
Kontakt
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail an info@hbsbau.com
FAQ
Wie viel kostet ein professioneller Wandanstrich pro Quadratmeter?
In der Praxis bewegen sich die Preise je nach Aufwand zwischen circa 8 und 18 Euro pro Quadratmeter Wandfläche, inklusive Material und Arbeit. Reiner Renovierungsanstrich auf intaktem Untergrund liegt am unteren Ende, Anstriche mit Spachtelarbeiten, Risssanierung oder besonderen Farbsystemen am oberen. Auch Decken werden gesondert kalkuliert, weil sie über Kopf arbeitsintensiver sind. Eine belastbare Zahl für Ihre Räume liefert nur die Besichtigung vor Ort, weil der Untergrund den Aufwand maßgeblich bestimmt. Pauschalpreise aus dem Netz passen selten zur Realität.
Wie lange dauert das Streichen einer durchschnittlichen Wohnung?
Eine Drei oder Vier Zimmer Wohnung mit normalem Aufbau und intakten Wänden streichen wir in drei bis fünf Arbeitstagen vollständig. Bei umfangreicher Vorarbeit, Spachtelarbeiten oder besonderen Wünschen kann sich der Zeitraum auf eine bis anderthalb Wochen verlängern. Während der Arbeiten ist die Wohnung eingeschränkt nutzbar, einzelne Räume bleiben aber meist betretbar, sofern wir den Ablauf raumweise planen. Den konkreten Bauzeitenplan stimmen wir vor Beginn ab, sodass Sie Möbel, Termine und gegebenenfalls eine Übergabe ordentlich vorbereiten können.
Lohnt sich der Maler auch bei einer kleinen Wohnung oder nur bei großen Projekten?
Auch bei kleinen Wohnungen lohnt sich die Vergabe, wenn das Ergebnis stimmen soll. Ein Maler bringt nicht nur die Arbeitskraft mit, sondern Werkzeug, Materialwissen und Routine. Gerade bei Mietwohnungen ist eine professionelle Übergabe oft die Voraussetzung, damit die Kaution vollständig zurückkommt, oder bei Eigentum, damit der Wert erhalten bleibt. Kleine Aufträge organisieren wir bewusst flexibel, weil die meisten Sanierungen ohnehin im Wohnbereich beginnen. Sprechen Sie uns an, auch wenn es nur um einen Raum geht.



