
Kellersanierung in Amberg
Kellersanierung in Amberg für die historische Altstadt und ihre Ränder
Amberg hat einen außergewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, und unter vielen dieser Häuser liegen Keller aus altem Bruchstein, gemauert lange bevor man an eine Sperrschicht gegen Feuchtigkeit dachte. In solchen Wänden zieht Wasser ungehindert nach oben. An den Rändern der Stadt, näher an der Vils, kommt zusätzlich der Grundwasserstand ins Spiel. Wir kennen beide Situationen und richten die Sanierung danach aus. Wir trocknen das Mauerwerk, dichten es passend ab und machen aus einem feuchten Keller wieder einen trockenen Raum, ob im Altstadtkern oder am Wasser.
Wir prüfen, ob die Feuchte aufsteigt oder von außen drückt
Bei einem Amberger Haus hängt die richtige Lösung davon ab, woher das Wasser kommt, deshalb klären wir das als Erstes. Wir messen, wie tief die Feuchte ins Mauerwerk gezogen ist, prüfen den alten Putz auf Salze und beurteilen die Lage des Hauses. Im historischen Kern steigt Feuchte meist über das alte Fundament auf, in vilsnahen Lagen drückt eher das Grundwasser von außen. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn aufsteigende Nässe verlangt eine andere Antwort als drückendes Wasser. Erst wenn die Ursache feststeht, legen wir das Verfahren fest.
Im historischen Bestand mit verträglichen Materialien arbeiten
Bei alter, oft denkmalnaher Substanz darf nicht jedes Material verbaut werden, und das berücksichtigen wir von Anfang an. Wir arbeiten mit mineralischen, kalkverträglichen Systemen, die sich mit dem gewachsenen Bruchsteinmauerwerk verbinden, statt es abzuriegeln. Gegen aufsteigende Feuchte bringen wir eine Horizontalsperre ein, die Flächen dichten wir so ab, dass die Wand weiter atmen kann. Dichte, dampfsperrende Schichten wären hier falsch, weil sie die Feuchte im dicken Mauerwerk stauen und den Stein von innen schädigen würden. Unser Aufbau hält die Wand trocken und bleibt mit dem historischen Bestand vereinbar.
Den Untergrund freilegen und tragfähig herrichten
Eine Abdichtung hält nur auf einem festen Grund, und gerade bei altem Bruchstein muss dieser erst hergerichtet werden. Wir legen das Mauerwerk frei, prüfen den Zustand von Stein und Fugen und arbeiten ausgewaschene oder mürbe Stellen neu auf. Den salzbelasteten Altputz tragen wir vollständig ab, weil in ihm die eingelagerte Feuchte und die Salze sitzen, die sonst wieder durchschlagen. Bei unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk läuft Wasser oft entlang der Fugen, deshalb arbeiten wir diese besonders sorgfältig auf. Erst auf einem gesunden, tragfähigen Untergrund bringen wir die Abdichtung auf.
Atmender Sanierputz für einen trockenen, geruchsneutralen Keller
Auf das freigelegte, gesunde Mauerwerk bringen wir einen mineralischen Sanierputz auf, der zur alten Bauweise passt. Sein Porenraum lässt Restfeuchte verdunsten und nimmt Salze auf, statt sie an die Oberfläche zu drücken. So bleibt die Wand offen und trocken, der typische Kellergeruch verschwindet, und es bilden sich keine neuen Ausblühungen. Bei den dicken Wänden alter Amberger Keller ist dieser atmende Aufbau entscheidend, denn er gibt der über Jahrzehnte angesammelten Feuchte einen Weg nach draußen. Das Ergebnis ist ein Keller, der dauerhaft trocken bleibt und in dem die Luft wieder neutral riecht.
Substanz und Wert eines Hauses in gewachsener Lage erhalten
Ein Haus im Amberger Altstadtbereich ist ein Stück gewachsener Bausubstanz mit entsprechendem Wert, und dieser Wert beginnt unten, am Fundament und im Keller. Bleibt Feuchte im Mauerwerk, wandert sie nach oben und greift mit der Zeit Putz, Holz und Wohnräume an. Wir stoppen diesen Prozess dort, wo er beginnt, und sichern damit die Standfestigkeit des ganzen Gebäudes. Für ein Haus, das oft über Generationen gehalten wird, ist die Trockenlegung des Kellers die Grundlage dafür, dass Charakter und Wert über lange Zeit erhalten bleiben.
Kontakt
Wenn der Keller Ihres Hauses feucht ist, die Wände im unteren Bereich abblättern oder es modrig riecht, lohnt sich ein genauer Blick, bevor die Feuchte nach oben zieht. Wir kommen zu Ihnen, prüfen das Mauerwerk vor Ort, messen die Feuchte und sagen Ihnen ehrlich, was Ihr Keller braucht und in welcher Reihenfolge wir vorgehen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns kurz, dann vereinbaren wir einen Termin in Amberg und Umgebung und besprechen alles in Ruhe.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
E-Mail: info@hbsbau.com
FAQ
Mein Haus steht im historischen Kern, ist eine Sanierung da überhaupt möglich?
Ja, sie ist sogar oft besonders sinnvoll. Die alten Häuser im Amberger Kern haben meist eine solide Grundsubstanz, ihnen fehlt nur die Sperre gegen aufsteigende Feuchte. Diese lässt sich nachträglich einbauen, und mit den richtigen, kalkverträglichen Materialien geschieht das, ohne der historischen Substanz zu schaden. Dichte, moderne Systeme, die einem alten Bruchsteinkeller schaden würden, kommen bei uns nicht zum Einsatz. So wird der Keller dauerhaft trocken, ohne dass der gewachsene Charakter des Hauses darunter leidet.
Woran erkenne ich, ob bei mir aufsteigende Feuchte oder Grundwasser das Problem ist?
Das lässt sich von außen kaum sicher beurteilen, deshalb messen wir es. Aufsteigende Feuchte zeigt sich meist als nach oben abnehmender Wasserrand im Mauerwerk, oft mit Salzausblühungen in einer bestimmten Höhe. Drückendes Grundwasser dagegen belastet die Wand flächiger und nimmt nach starken Regenfällen oder höherem Vilspegel zu. Beide Probleme verlangen unterschiedliche Lösungen. Wir bestimmen vor Ort, welche Ursache bei Ihnen überwiegt, und richten den Aufbau danach aus, damit wir nicht das eine behandeln, während das andere weiterläuft.
Wie aufwendig ist es, eine Horizontalsperre in altes Bruchsteinmauerwerk einzubauen?
Es verlangt Erfahrung, ist aber gut machbar. Anders als bei gleichmäßigem Ziegelmauerwerk verläuft die Lagerfuge im Bruchstein unregelmäßig, deshalb arbeiten wir die Sperre so ein, dass sie das Mauerwerk lückenlos durchzieht. Entscheidend ist, dass keine Stelle ausgelassen wird, denn schon eine kleine Lücke lässt Feuchte zurück. Wir kennen den Umgang mit diesem gewachsenen Aufbau und führen die Sperre so aus, dass sie über die gesamte Wand wirkt. Der Aufwand lohnt sich, weil erst diese durchgehende Sperre den Keller wirklich trocken hält.




