Fassadendämmung ist die Maßnahme mit dem größten Hebel
Über die Außenwände geht bei einem unsanierten Gebäude ein erheblicher Teil der Heizwärme verloren, meist mehr als über Dach oder Keller. Deshalb steht die Fassade bei fast jeder energetischen Sanierung als Erstes zur Diskussion. Gleichzeitig ist sie die aufwendigste Maßnahme, weil sie das Erscheinungsbild verändert und weil jede Öffnung im Gebäude neu angeschlossen werden muss. Wir sehen uns vor jeder Empfehlung an, was Ihr Gebäude tatsächlich braucht, statt ein Verfahren zu verkaufen, das überall passen soll.

Von außen, von innen oder in die Luftschicht
Die häufigste Ausführung ist das Wärmedämmverbundsystem, bei dem Dämmplatten auf das Mauerwerk geklebt und gedübelt werden und darauf ein neuer Putzaufbau kommt. Es wirkt am zuverlässigsten, weil die Dämmebene durchgehend außen liegt und Wärmebrücken sich gut beherrschen lassen.
Bei zweischaligem Mauerwerk mit Luftschicht ist die Einblasdämmung oft die wirtschaftlichere Wahl. Dabei wird die vorhandene Luftschicht durch Bohrungen mit Dämmstoff verfüllt. Die Fassade bleibt äußerlich unverändert, der Aufwand ist deutlich geringer, und die Arbeiten dauern Tage statt Wochen. Voraussetzung ist eine ausreichende und durchgehende Luftschicht, das prüfen wir vorab mit einer Endoskopie.
Wann Innendämmung die richtige Antwort ist
Wenn die Fassade erhalten bleiben muss, etwa bei Denkmalschutz, bei Sichtmauerwerk oder bei aufwendigem Stuck, bleibt nur die Innendämmung. Sie ist bauphysikalisch anspruchsvoller, weil die Wand danach kälter bleibt und Feuchtigkeit sich anders verhält als bisher.
Deshalb arbeiten wir dort mit Systemen, die auf diesen Fall ausgelegt sind, und rechnen den Aufbau vorher durch. Wer Innendämmung ohne diese Betrachtung ausführt, riskiert Feuchteschäden hinter der Dämmebene, die erst nach Jahren sichtbar werden. Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: Innendämmung kostet Wohnfläche, und an Innenwänden und Decken entstehen Anschlusspunkte, die sorgfältig ausgeführt werden müssen.
Die Anschlüsse entscheiden über das Ergebnis
Eine gedämmte Fläche ist der einfache Teil. Entscheidend ist, was an den Rändern passiert. Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Balkonplatten, Dachanschlüsse und der Übergang zum Sockel sind die Stellen, an denen Wärme weiterhin entweicht, wenn sie nicht mitgedacht werden.
Bei einer Fassadendämmung wandert außerdem die Außenkante nach vorne. Fensterbänke, Dachüberstände, Regenrinnen und Hausanschlüsse müssen darauf abgestimmt werden. Wo Fenster ohnehin erneuert werden sollen, ist es fast immer sinnvoll, beides zusammen auszuführen, weil sich der Einbau dann in der Dämmebene ausführen lässt und die kritischste Wärmebrücke von vornherein entfällt.
Was den Preis bestimmt
Eine belastbare Zahl lässt sich erst nach der Besichtigung nennen, aber die Faktoren sind immer dieselben. Die Fläche und der Zuschnitt der Fassade, also wie viele Öffnungen und Vorsprünge es gibt. Das gewählte Verfahren, wobei Einblasdämmung deutlich günstiger liegt als ein Verbundsystem. Der Zustand des Untergrunds, denn lose Putzflächen müssen vorher saniert werden. Die Zugänglichkeit, also ob ein Gerüst gestellt werden kann und ob die Straße dafür gesperrt werden muss.
Für energetische Sanierungen bestehen Förderprogramme, deren Bedingungen sich regelmäßig ändern. Wir sagen Ihnen, worauf bei der Ausführung zu achten ist, damit eine Förderung möglich bleibt, und empfehlen für die Antragstellung eine Energieberatung.
Wo wir arbeiten
Wir führen Fassadendämmungen in ganz Bayern und in den angrenzenden Regionen aus. Am häufigsten sind wir im Großraum Nürnberg unterwegs, dazu in Fürth, Erlangen, Ansbach, Bamberg und Bayreuth. Für weitere Orte in der Region gibt es ebenfalls eigene Seiten mit Angaben zur Anfahrt. Ist Ihr Ort nicht dabei, rufen Sie an, dann klären wir das in zwei Minuten.
Die Fassade ist nur eine von mehreren Stellen, an denen Wärme verloren geht. Einen Überblick über alle Maßnahmen finden Sie auf unserer Seite zur Wärmedämmung. Häufig lohnt es sich, zuerst die günstigeren Arbeiten auszuführen, also die Dachbodendämmung und die Kellerdeckendämmung, und die Fassade erst danach anzugehen.
Kontakt
Schildern Sie uns kurz Ihr Gebäude, also Baujahr, Bauweise und was Sie erreichen wollen. Daraus ergibt sich meist schon, welches Verfahren in Frage kommt.
Telefon: 0911 / 54 02 60 77
Email: info@hbsbau.com

Jonas Toni Hesselbacher
Geschäftsführer
Maler- und Lackierermeister
Tel.: 0911 / 54 02 60 77
